Stellungnahme der Aktionsplattform ErwachsenenbildnerInnen
Die in der Erwachsenenbildung Tätigen sind mitverantwortlich für die gesellschaftspolitische Entwicklung und die politische Kultur in diesem Land.
In einer Zeit, in der rassistische, autoritäre, chauvinistische und anti-demokratische Äußerungen und Haltungen salonfähig sind, treten wir gerade in unserer Bildungsarbeit offensiv für Demokratie, Solidarität, soziale Sicherheit und eine offene Gesellschaft ein.
Wir zeigen Zivilcourage und machen mit konkreten Aktionen Zivilcourage erfahrbar und erlernbar. Unsere Bildungsangebote richten sich gegen das Schüren von Vorurteilen, Ängsten und Neidgefühlen, gegen die Sprachverrohung, gegen Geschichtsverfälschung und den verhetzenden Sprachgebrauch, der z.B. den Zusammenhang von MigrantInnen mit Gefahr und Bedrohung herstellt. Wir wehren uns gegen die Demontage von demokratiepolitischen Mitteln der Mitbestimmung, die zum Beispiel die Verlagerung der Arbeitnehmerinteressen ins Wirtschaftsministerium (wie bislang nur im Ständestaat und im Nationalsozialismus) und die Abschaffung des Frauenministeriums sichtbar machen.
Ebenso wehren wir uns gegen die Ausgrenzung Moderner Kunst und die Diffamierung kritischer KünstlerInnen.
Vor diesem Hintergrund leisten wir als ErwachsenenbildnerInnen in unserer jeweiligen Lebens- und Arbeitsumgebung eine offensive demokratische, emanzipatorische Aufklärungs- und Bildungsarbeit, die den Prinzipien von politischer Bildung, Interkulturalität, Anti-Rassismus, Gleichberechtigung und der Durchsetzung der Menschenrechte verpflichtet ist. Wir sind diesen Prinzipien nicht nur in den Inhalten, die wir vermitteln, sondern auch in unserem konkreten Handeln verpflichtet.
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Die MitarbeiterInnen der Aktionsplattform kommen aus ausseruniversitären und universitären Erwachsenenbildungseinrichtungen.
Kontakt:
Aktionsplattform ErwachsenenbildnerInnen
c/o Verband Wiener Volksbildung
Hollergasse 22
1150 Wien